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Piraeus Turm Dimitra - Chatziargyriou & Antigoni Karaiskou

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Work in Progress: Piraeus Turm
Chatziargyriou Dimitra, Karaiskou Antigoni
2017

 
Das Projekt „Work in Progress: Piraeus Turm” untersucht die Verbindung von Stadt und Gesellschaft und schlägt ein neues Modell von Wohnen vor. Die Stadt, genauso wie die Gesellschaft, ist in stetiger Veränderung, die nie einen Abschluss findet. Die gegenwärtige Krise in Griechenland hat die Eliten gestärkt, die Stimmen der lokalen Communities geschwächt und die Lebensbedingungen weiter verschlechtert. Sie hinterlässt leerstehende und unvollendete Gebäude. Diese Bedingungen wurden für das Projekt untersucht um zu sehen, wie die Präsenz dieser Ruinen den urbanen Raum dominieren. Ein neues Modell des Wohnens soll eingeführt werden, um die Stadt zu beleben und ein neues Bewusstsein zu schaffen.
Der Piraeus Turm funktioniert dabei als Fallstudie. 1972 mit dem Bau begonnen, blieb der Turm im nicht–fertigem Zustand seitdem stehen. Er ist ein Symbol der gegenwärtigen Krise und Zeugnis wichtiger zeitgeschichtlicher Ereignisse und repräsentiert das Mosaik der Athener Stadtlandschaft. Ein Gebäude, das die Geschichte widerspiegelt und ein Symbol der kollektiven Erinnerung darstellt. Eine traumatische Geschichte braucht auch einen Heilungsprozess und die einfache Zerstörung ist dabei keine Option. Nicht viele Gebäude haben so viele Meinungen, Diskussionen und Geschichten hervorgerufen, die von Leere getragen werden.

Mit diesem Projekt entsteht ein Beitrag zur Debatte, der einen nachhaltigeren Ansatz anbietet. Dabei würden lokale Bewohner_innen in einem bottom–up–Prozess das Bestehende renovieren und neu beleben. Durch die autonome Produktion von kleinen Elementen, die sich in die Überstruktur einhacken, würde eine Bewegung von Selbstverantwortung entstehen. Das Skelett des existierenden Gebäudes würde als Infrastruktur gesehen werden, in der neue Hüllen in Hinblick auf Open Source Design entstehen und die Idee des Gemeinsamen in Beziehung setzen mit dem Prozess der Produktion. Die Benutzer_innen würden die privaten, gemeinschaftlichen und öffentlichen Räume in der schon vorgegebenen Umgebung selbst gestalten und bauen und so Wissen und Ressourcen teilen, Netzwerke bilden und mit der Stadt in Interaktion treten. Von Do–It–Yourself bis Do–It–With–Others – dieses Experiment bringt Stadt–Bewohner_innen, Designer_innen, Geflüchtete und andere zeitlich Anwesende zusammen und stellt eine Verbindung von Politik, Sozialem, Technologie und Ökonomie her.
http://antikara.wixsite.com/purgospeiraia
 
Dimitra Chatziargyriou ist Architektin und hat ihr Studium an der School of Architecture (Universität von Patras) 2015 abgeschlossen. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Definition des Informalen. Sie hat – alleine und mit kollektiven Arbeiten – an internationalen Architekturwettbewerben teilgenommen. Im Moment arbeitet sie mit DAFNI, einem Netzwerk für Nachhaltigkeit auf den griechischen Inseln, als Teil des Architekt_innenteams.
 
Antigoni Karaiskou studiert an der Universität von Patras, wo sie mit neuen Ansätzen experimentiert, die in schon gebaute Umgebungen eingreifen und die Macht der Planer_innen und die Verbindung zwischen Technologie, Stadt und Stadtbewohner_innen berücksichtigen. Im Moment ist sie Teil des Master–Programms Building Technology an der Technischen Universität in Delft, Niederlande.

 

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