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Ein Stein steht hier. – Zsuzsi Flohr & Eduard Freudmann

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Ein Stein steht hier.

Formationen des Erinnerns 1949–
Zsuzsi Flohr & Eduard Freudmann

Musik von Benjy Fox-Rosen
2016

 
Die Installation basiert auf dem Performance-Projekt „Was sie unterließ, haben wir getan.“, das 2015 gemeinsam mit der Schauspielerin Eva Reinold und der Kuratorin Luisa Ziaja für Into the City/Wiener Festwochen realisiert wurde. Mittels Ritual, Diskursivität und Intervention befasste es sich mit Aspekten des umkämpften Erinnerns am Wiener Morzinplatz, dem ehemaligen Standort der Gestapo-Leitstelle. Dabei wurde auch ein, als Meta-Denkmal konzipierter, Gedenkstein für eine Gruppe Überlebender gesetzt, die 1951 illegal ein Denkmal für die Opfer der Gestapo errichtet hatten. Die für die Ausstellung entwickelte Installation betrachtet die räumlichen, ästhetischen und politischen Dynamiken zwischen selbstorganisierten Interventionen und offizieller Gedenkkultur, die sich seither am Morzinplatz entfalteten und in verschiedenen Formationen des Erinnerns manifestierten. Sie stellt der hierorts oft bemühten Behauptung von der Unberührbarkeit von Denkmälern die Geschichte und Praxis aktiver, sich transformierender und unabgeschlossener Geschichtspolitiken im öffentlichen Raum gegenüber.
 
 
Zsuzsi Flohr lebt und arbeitet als Künstlerin in Budapest und Wien. Sowohl in ihrer künstlerischen Praxis als auch in der Forschung beschäftigt sie sich mit Themen der “dritten Generation nach dem Holocaust”, ausgerichtet auf Familiengeschichten, Gedenken, generationsübergreifendes Trauma und die Möglichkeit einer gemeinsamen Erinnerungspolitik.
http://zsuzsiflohr.com
 
Benjy Fox-Rosen ist ein Komponist und Performer, der derzeit in Wien lebt. Der Fokus seiner künstlerischen Arbeit liegt auf Yiddisher Musik und den Berührungspunkten zwischen Folklore und Avantgarde.
http://benjyfoxrosen.com
 
Eduard Freudmann befasst sich in seinen künstlerischen Arbeiten u.a. mit geschichtspolitischen Manifestationen im öffentlichen Raum, Mikrogeschichtsschreibung, Fragen nach Archiven und dem Dilemma der Medialisierung der Shoah. Dabei nutzt er verschiedene Formate und Medien wie Video, Installation oder Performance.
http://eduardfreudmann.com

 

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