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Fluid - Lale Rodgarkia-Dara

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Fluid
Lale Rodgarkia-Dara
mit Barbara Huber & Maria Herold

2017
 
Fluid ist eine Ultraschall-Lautsprecher-Installation mit anverwandelten Worten und Sound von großen Denkerinnen, kleinen Geräuschemachern, der weisen Nachbar*in, dem grantigen Meerschwein und den Sprachlosen. Bis zum Ende von Aufwind besteht die Möglichkeit Material von großen Denkerinnen, kleinen Geräuschemachern, der weisen Nachbar*in, dem grantigen Meerschwein oder den Sprachlosen an fluid@speis.net zu schicken oder Vorort zu platzieren, in der Hoffnung, dass es Verstanden wird.
 
"Ich stelle einen Grashalm in den Garten, setze neben ihn einen kleinen Schoßhund, nennen wir in Rino und Rino frisst Gras, er liebt Gras, Blumen mag Rino nicht. Neben den Grashalm pflanze ich eine Blume, sagen wir einen Märzenbecher, vielleicht noch ein zwei Gänseblümchen, die dem Wetter standhalten und der Liebe, klärt mich Rino auf. Interspecies Communictaion denke ich und starre den Grashalm an, warte auf ein Signal, analysiere sein Wachstum, Vibrationsverhalten, High-speed-Infrarot-Kameras, ein oder zwei Wochen muss reichen. In meinen Adern pocht es. Mein Körper glaubt nicht an den Körper-Geist-Dualisimus. Der Grashalm bleibt stumm Rino besteht auf den Anbau von mehr Gras, um eine geeignete Analysemethode entwickeln zu können. Ich poche auf die Frage der Ressourcenknappheit, den Einsatz der Lebenszeit, vielleicht doch nicht gerechtfertigt. Was ist mit anderen Menschen, kommen sie nicht zu Wort? Oder reicht es, wenn sie sich hinzuwenden? Ich poche auf meine Autonomie, die Gänseblümchen starren mich an und ich glaube sie lachen zu hören. Meine Mikroben lachen laut, weil sie von der Musik gekitzelt werden. Sie greifen den Grashalm an. Where does deconstructive behaviour become violent? And where does it start to resonate and dance?
Wir wollen Worte, die Nachwirken, nachhallen. Die nicht stecken bleiben in einer kognitiven Blase, die die Zuschreibung von Gewaltmonopol und dem besseren Leben nicht nur von Geburt Auserwählten überlassen, die gelten, für alle gelten. Für alle gilt das Verlangen und die Freude, die Sehnsucht und die Enthierarchisierung der Sprachen. Der revolutierende Körper, der tanzen will und in einer anorexischen Blase verbannt bleibt. Der Zorn, der sich den Weg bahnt angesichts der Anmut der Armut. Und wenn sie aufhört sich der Ästhetik zu stellen, verhallt sie im Ekel, sich selbst überlassen. Das Recht haben Missverstanden zu werden, das Recht haben Fehler machen zu dürfen, sich zu irren, das Recht haben auf Rechtssicherheit im gesteckten Blumenbeet und an seinen fluktuierenden Rändern und die Zeit pocht im Einklang mit der Musik, die sich einen Dreck schert um die Grenzen meine Beetes. Acoustic Community. Ich möchte die zukünftigen Diaspora-Gesellschaften nicht in feudalen Blasen sehen. Ich möchte das Ich infrage stellen dürfen und trotzdem selbst sein, das Bewusstsein von Spivak leihen und die Energie von Sankara, den Zorn Medeas und die Identität ausleihen und verbrauchen und wieder ausleihen und verbrauchen, lachenden Auges, manchmal mit schlechtem Gewissen und manchmal ohne."
 
Lale Rodgarkia-Dara born in Vienna, Austria, works as a writer, radio-maker and media-artist. Part of the wiener radia kollektiv, that currently runs the feldversuch, feldversuch.speis.net and is a producer at the international art-radio-network radia.fm. She is part of the Mz. Baltazar’s Laboratory Collective, which runs a feminist hacker space in Vienna, and several other collectives, co-founded the monthly Elektronik Teatime.
 
Barbara Huber geboren 1976 fand sie den Weg Anfang der Nullerjahre in die Medien und später in die Medienkunst. Derzeit ist sie wieder in Wien zu finden, wo sie erst bei Radio Orange landete und in ihrer Freizeit gerne Hörspiele realisiert. Das letzte Hörspiel wurde zusammen mit der französischen Künstlerin Lea Promaja unter dem Titel 'Anstatt' gemacht und im Radia Netzwerk europaweit gesendet. Seit Jänner 2017 arbeitet sie bei Emad Sayyah im Tonstudio als Tontechnikerin.
 
http://col-me.info

http://radia.fm
 
Maria Herold aktiv beim Radiokollektiv – Radia Wien - experimentiert im Feldversuch. Sie arbeitet bei kulturen in bewegung/VIDC als Projektkoordinatorin singt, liest und produziert, wenn sichs ausgeht bastelt Sandteigfiguren mit ihrem Sohn.

 

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